Zeddas - Servant of Sheol

Was für eine Mogelpackung: Da verspricht das Artwork gruselige Rendermonster und Damen mit XXL-Anatomie, doch un Spiel selbst Ist wenig bis gar nichts davon zu entdecken — sondern bloß dürre Adventure-Kost.

Nach der auf Mittelalter getrimmten Einführung findet sich der Spieler in einer schrittweise umschaltenden Dämonenfestung wieder, die eigentlich bloß einen Schönheitsfehler hat: Sie ist so tot wie Grasbrunn nach 22 Uhr.


Das Grauen im Fenster

Erste Heldenpflicht ist hier die Befreiung einer in einem Gemälde gefangenen Schwertmeisterin, es müssen Gegenstände gefunden und Buchtexte übersetzt werden. Dabei greift einem gelegentlich eine nette alte Dame mit Kristallkugel unter die Arme, hinsichtlich einer gruseligen Atmosphäre läßt das Programm den User aber allein — mit so schaurigen Gegnern wie fliegendem Geschirr! Für Schrecken sorgt indessen das Gameplay, denn die wenigen Gesprächspartner stellen wieder und wieder dieselben (englischen) Fragen, und ein ums andere Mal ist derselbe Weg zurückzulegen, weil Steuerung und Inventory-Handling unglücklich gelöst sind.

Die Stimmung des Spielers ist also verständlicherweise bald ebenso düster wie die gerenderten Grafiken und die Begleitmusik. Kurzum, Zeddas ist in der Tat ein Mysterium: Wer soll sich für eine de plan- und witzlose Schnitzeljagd begeistern? (mz)

Zeddas (Caravan Interactive)

Nichtssagender Mix aus 3D-Rolli und Renderadventure für "Windows"

Schwierigkeit: für Geübte

  • Grafik: 68%
  • Sound: 74%
  • Steuerung: 46%
    Motivation: 37%
  • Spielspaß: 44%

 

  • Datenträger: 1 CD
  • Prozessor: Ab einem 486DX2/33
  • Speicher: Ab 8 MB RAM, 1 MB auf der HD
  • Grafik: SVGA
  • Sound: Alle zu Windows kompatible Soundkarten
  • Eingabe: Maus
  • Ausgabe: komplett englisch



PC Joker, © 5,6/96


adventurearchiv - 12-01-01

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