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Jekyll & Hyde


Erscheinungsdatum: 10.09.2010

Entwickler: Pixelcage

Publisher: bit Composer Games

 

Spielsprache und Handbuch: deutsch

PEGI: 7+

USK: ab 12 Jahren


Boxshots

 

 

Ein Review von  Jehane   20. November 2010

 

Die Geschichte von Dr. Jekyll, der aus reiner Experimentierlust dank eines Trankes seine dunkle Seite in Gestalt von Mr. Hyde entdeckt, gehört zu den Klassikern der Weltliteratur, setzt sie sich doch mit der Dualität des Menschen auseinander. Was ist gut, was ist böse? Wie können positive und negative Eigenschaften in Einklang gebracht werden, ohne dass eine der beiden Seiten die Überhand gewinnt? Diese Fragen sind zeitlos und immer brandaktuell. Kein Wunder also, dass es Jekyll und Hyde nun auch auf die Bildschirme geschafft haben. Das Spiel aus dem Hause bitComposer verspricht ein „klassisches Adventure mit Action- und Geschicklichkeitselementen" sowie, selbstredend, eine „faszinierende Story" und die Möglichkeit, beide Charaktere zu steuern. Klingt doch gut, oder? Dachte ich mir auch, als ich das Spiel in Händen hielt und mich daran machte, es fürs Adventure-Archiv zu testen.

 

Die Story

Wer sich eine 1:1-Nacherzählung der bekannten Geschichte erwartet, sei gewarnt: Die Handlung des Spiels beruht nur sehr lose auf Stevensons Novelle und borgt sich im Grunde nur die Charaktere aus. In der sehr langen Eröffnungssequenz erfahren wir, dass London von einer mysteriösen Seuche heimgesucht wird, die sich sehr wählerisch verhält: Sie befällt nur Erwachsene und schlägt bevorzugt in den ärmeren Vierteln zu. Dr. Jekyll ist als einziger Arzt verbissen auf der Suche nach einem Heilmittel, und er ist der einzige Mediziner, der sich überhaupt noch um die Kranken kümmert. Mit einem giftgrünen Trank hofft er, des Rätsels Lösung gefunden zu haben. Und was tut ein engagierter Wissenschaftler, ehe er seine Rezeptur auf die Menschheit los lässt? Richtig – er testet sie an sich selber. Die Auswirkungen dürften Kenner der Novelle nicht überraschen; Jekyll entdeckt, dass er sich in ein Alter Ego verwandeln kann, was ihn zunächst leicht hysterisch werden lässt, à la „Oh mein Gott, dieser Trank darf nicht in falsche Hände geraten". Die wissenschaftliche Neugier lässt ihn in der Folge auf ein unterirdisches Gang- und Raumsystem stoßen, das wiederum Spuren einer mysteriösen, uralten Geheimgesellschaft birgt (einen Cent für jedes Spiel, das mit uralten Geheimgesellschaften aufwartet…), die, wie könnte es auch anders sein, einen ganz und gar nicht noblen Plan verfolgt. Unnötig zu sagen, dass es an Jekyll und Hyde ist, den fiesen Gesellen den Garaus zu machen.

Die Story ist durchaus spannend und gut inszeniert, da gibt’s nichts zu meckern. Die technische Umsetzung allerdings… nun ja, das ist eine andere Geschichte – und eine höchst unerfreuliche.

 

Installation und technischer Schnick-Schnack

Ehe man loslegen und das auf der Verpackung beschriebene Geheimnis rund um eine uralte mysteriöse Sekte ergründen kann, muss das Spiel natürlich erst einmal installiert werden. Und hier traten bei mir die ersten Probleme auf. Nicht nur, dass die Installation eine gefühlte Ewigkeit dauert, nein, obendrein wurde ich regelmäßig von meinem Virenschutz informiert, dass es sich gerade der eine oder andere Trojaner auf meinem System gemütlich machen möchte. Etwas Vergleichbares ist mir bei der Installation eines Spieles noch nie passiert – möglich, dass just zum Zeitpunkt der Installation ein Trojaner versucht hat, von außerhalb des Systems auf dieses zuzugreifen und dass die Virenwarnungen gar nichts mit dem Spiel an sich zu tun hatten. Vielleicht ist das nur ein dummer Zufall, mein erster Eindruck war aber, wenig verwunderlich, schon mal getrübt, zumal die Installation so in etwa zehn bis fünfzehn Minuten in Anspruch genommen hat. Das ist für ein Spiel dieser… uhm… Qualität dann doch etwas zu viel des Guten.

Bleiben wir gleich beim Technischen: „Jekyll & Hyde" setzt eine gehörige Portion Geduld voraus, denn beim Doppelklick auf das Spielicon – eine recht giftig aussehende, mit grüner Flüssigkeit gefüllte Flasche – tut sich erst mal gar nichts. Es dauert ein bis zwei Minuten, ehe das Spiel überhaupt startet. Auch das muss wirklich nicht sein. Ich erwarte ja keinen Turbo-Boost, aber dem Computer zuzusehen, wie er sich mit dem Laden abplagt, verliert irgendwann auch seinen Reiz. Auch die Ladezeiten zwischen einzelnen Spielständen sind quälend langsam gestaltet. Während das Spiel lädt, kann man sich getrost ein Wurstbrot machen, es aufessen und dem Spiel dabei zusehen, wie es sich weiter abplagt. Stichwort Spielstände: Als Spieler wird man entmündigt und darf nicht selbst entscheiden, wann gespeichert wird – dafür gibt es nämlich Checkpoints, wie das bei Konsolenspielen üblich ist. Unnötig zu sagen, dass es ungemein nervt, wenn man eine Passage zigmal wiederholen muss, bloß weil man nicht an der Stelle speichern konnte, wo man das eigentlich tun wollte.

Besonders ärgerlich: Das Spiel strotzt nur so vor Bugs – nicht mal die „Gilde"-Serie von JoWood hat es geschafft, dermaßen viele Programmierfehler in einem Spiel unterzubringen, und das will was heißen (sorry, JoWood – „Gilde" ist toll, aber die Fehleranfälligkeit… nun ja…). Kurz: Es gibt Bugs, die es einem unmöglich machen, weiterzukommen. Was tun? Nun ja, man kann natürlich auf ein fremdes Savegame zurückgreifen, aber nachdem derartige Problemfälle gehäuft auftreten, hat das einfach keinen Witz. Worin besteht denn bitteschön der Spielspaß, wenn man bei jeder problematischen Stelle, die aufgrund technischer Unzulänglichkeiten nicht schaffbar ist, ein Savegame laden muss? Es kann nicht der Sinn eines Spiels – eines Unterhaltungsmediums! – sein, an kritischen Stellen fremde Savegames zu laden (und ich möchte gar nicht wissen, wie viel Schweiß es die Spieler gekostet hat, die diese Savegames zur Verfügung gestellt haben), bloß weil die Programmierer komplett unfähig sind und auf ganzer Linie versagt haben.

Auch hübsch: In Kapitel 2 gibt es einen Bug, der zwar Hotspots anzeigt, diese können aber nicht aktiviert werden – und man hängt fest. Unterirdische Räumlichkeiten und Höhlen mögen ja ihren Charme haben, aber so toll ist das Flair dann auch wieder nicht, dass ich bis zum St. Nimmerleins-Tag dort rumgurken möchte. In Kapitel 3 gibt es einen ähnlichen Bug im Rahmen einer Pseudo-Indiana-Jones-mäßigen Lorenfahrt, die, wenn man sehr viel Glück hat, angezeigt wird – oder auch nicht. Aufgrund dieser zahlreichen technischen Fehler war es mir unmöglich, das Spiel bis zum Ende durchzuspielen.

 

Steuerung

Was soll man zur Steuerung sagen… das Spiel lässt sich mit allen nur erdenklichen Hilfsmitteln steuern, was zunächst als ziemlich cooles Feature rüberkommt: Immerhin können wir Maus, Tastatur und Gamepad mehr oder weniger simultan einsetzen und nach Belieben zwischen den einzelnen Steuerungsmöglichkeiten wechseln, ohne dafür ins Optionenmenü wechseln zu müssen. Klingt gut, aber nur auf den ersten Blick. Denn mein Gamepad wurde vom Spiel schon mal gar nicht akzeptiert, was mich im ersten Moment irritiert und im zweiten – nach einer kurzen Recherche im Internet – sehr geärgert hat. Wie sich herausgestellt hat, akzeptiert das Spiel nämlich nur XBox-Gamepads; alle anderen Modelle müssen umständlich konfiguriert werden, wobei es dazu praktisch keine Hilfestellung seitens der Entwickler gibt. Man ist also auf Trial & Error angewiesen oder muss versuchen, den Entwicklern die notwendigen Informationen mühsam zu entlocken. Sorry Leute, aber Benutzerfreundlichkeit sieht definitiv anders aus, und das gibt auch einen fetten Minuspunkt in der Wertung.

Im Endeffekt habe ich mich größtenteils mit der Maus durchs Spiel gequält – die Tastatursteuerung war nämlich, man sollte es kaum für möglich halten, noch hakeliger und nerviger als die Maussteuerung. Letztere reagiert bisweilen sehr träge – einfach so auf einen Hotspot zu klicken und zu erwarten, dass der Charakter den entsprechenden Gegenstand auch aufnimmt, das spielt’s nur in den seltensten Fällen. In der Regel hämmert man mehrfach auf die Maus (oder die Tastatur, je nach Gusto) ein und hofft, dass das Spiel irgendwann reagiert. Das ist vor allem bei Passagen, in denen es auf Schnelligkeit ankommt, sehr lustig und ist vor allem bekennenden Masochisten wärmstens zu empfehlen.

Großartig auch die Hotspot-Anzeige – Hotspots werden in Form von glitzernden blauen Punkten angezeigt, was ja prinzipiell sehr praktisch ist. Nur: Was tun, wenn Dr. Jekyll genau vor einem Hotspot steht und einfach nicht reagiert bzw. wenn kein Interaktions-Icon angezeigt wird? Guter Rat ist da teuer, und das Nervenkostüm wird über Gebühr beansprucht. Dabei ist es vollkommen egal, ob man mit der Maus, der Tastatur oder einer Kombination aus beidem spielt – wenn Dr. Jekyll (oder das Spiel) nicht will, dann reagiert er einfach nicht. Punkt, aus. „Sieh doch selber zu, wie du weiterkommst", scheint das Spiel höhnisch zu rufen.

Unnötig zu sagen: Die Steuerung ist extrem ungenau und hakelig geraten. Man muss den Spielcharakter exakt vor einem Hotspot platzieren, um diesen überhaupt aktivieren zu können, und auch das gelingt nicht immer, was sowohl den Spielspaß mindert als auch dafür sorgt, dass man sich praktisch in minütlichen Abständen fragt, was das Ganze überhaupt soll und ob man nicht besser beraten wäre, seine wertvolle Freizeit in ein anderes Spiel zu investieren. Dasselbe gilt für Aktionen wie Klettern und Springen – steht Jekyll nicht an der richtigen Stelle, kann man bis zum Jüngsten Gericht auf die rechte Maustaste oder die Leer- bzw. Entertaste einhämmern, ohne dass sich etwas tut. Gilt es Abgründe zu überbrücken, muss man beide Maustasten gleichzeitig betätigen und obendrein an der richtigen Stelle stehen – ansonsten plumpst Dr. Jekyll/Mr. Hyde ins Leere und trifft sich im Jenseits mit seinen Ahnen. Sicher ein nettes Erlebnis, nur für Spieler ungemein frustrierend.

Erschwert wird das Ganze noch durch eine sich ständig bewegende Kamera; man verliert nicht nur die Orientierung, durch die ungenaue Steuerung läuft der Charakter auch unter Umständen in eine Richtung, die man nicht vorgesehen hat. Im besten Fall steht man vor einer Wand, im schlimmsten Fall fällt man in einen Abgrund. Großartig, wirklich. Ich habe mich seit Baphomets Fluch 3 nicht mehr dermaßen über eine verkorkste Steuerung geärgert. Dass sich die völlig verhunzte Steuerung von Anfang an auf den Spielspaß auswirkt – nun ja, das kann man sich ja denken.

 

Inventar

Das Inventar wird über einen runden Knopf unten links aufgerufen. Über besagtem Knopf befinden sich die Lebensanzeige (wie motivierend!) und vier leere Slots, in denen jene Gegenstände angezeigt werden, die man grade aktiviert hat. Das Inventar selbst wird in einer Leiste am unteren Bildschirmrand angezeigt; die aufgesammelten Gegenstände können ausgewählt werden, wobei bei jedem Gegenstand eine oder mehrere Optionen aufscheinen – untersuchen (Lupe), nehmen (Hand) oder kombinieren (Plus-Zeichen). Um Gegenstände zu kombinieren, klickt man auf das Plus-Zeichen eines Gegenstandes und anschließend auf das Plus-Zeichen des Gegenstandes, mit dem kombiniert werden soll. Wenigstens das funktioniert halbwegs reibungslos. Ebenfalls gut umgesetzt: das mobile Labor, das Jekyll mit sich rumschleppt und in dem er Tränke brauen kann. Dabei ist es natürlich wichtig, erstens die richtigen Zutaten bei sich zu haben und zweitens das exakte Mischverhältnis zu eruieren. Das ist einfacher, als es klingt, denn in der Regel stehen einem Rezepte zur Verfügung oder man verlässt sich auf das gute alte Trial & Error, was aber weniger Zeit in Anspruch nimmt, als z.B. Jekyll vor einem Hotspot zu platzieren – immerhin etwas. Man ist ja bescheiden.

 

Grafik

Auch hier gibt es leider nichts Positives zu sagen. Die Texturen erscheinen matschig (mit zunehmendem Spielverlauf nimmt die grafische Qualität erschreckenderweise noch ab), Lippensynchronität wurde nicht einmal ansatzweise versucht. Die Bewegungen sind eckig, obendrein scheinen die Charaktere bisweilen in der Luft zu schweben, was zwar zugebenermaßen ganz lustig aussieht, wenn man z.B. auf einem Holzbrett über einen Abgrund balanciert – aber das ist auch nur beim ersten Mal witzig. Dann beginnt es zu nerven. Wozu man für eine Grafik, die dermaßen angestaubt daherkommt und wirkt, als hätte sie ein paar Jahre auf dem Buckel, einen bis an die Zähne hochgerüsteten Rechner braucht, ist mir schleierhaft. Die tollen Kamerafahrten alleine können es ja nicht sein.

Obendrein wurde auf Zwischensequenzen insofern verzichtet, als es keine Videoeinspielungen gibt – die Zwischensequenzen wurden einfach gezeichnet, was ja schon irgendwie Charme hat. Wenn aber die Personen, die sich in diesen Sequenzen bewegen, so wirken, als wären sie aus Papier ausgeschnitten und würden von unsichtbaren Händen von links nach rechts oder umgekehrt wie im Kasperletheater durch die Szenerie geschoben, dann ist das einfach nur billig, zumal die Zeichnungen speziell der Charaktere extrem lieblos wirken und mit den In-Game-Charakteren nur rudimentär übereinstimmen. Was bei „Agon 4" gut funktioniert hat, geht bei „Jekyll & Hyde" voll in die Hose. Aber Hauptsache, wir brauchen einen Pixelshader…

 

Sound

Nach all dem Gemeckere kann ich auch mal was Gutes über das Spiel sagen: Die Vertonung ist sehr gut gelungen, die Stimmen klingen angenehm und haben speziell im Fall des Butlers Coltrane einen gewissen Wiedererkennungswert. Auch die Musik ist stimmungsvoll geraten, ebenso die Hintergrundgeräusche. Was bei Grafik und Steuerung falsch gemacht wurde, hat man hier offensichtlich auf die Reihe gekriegt. Warum das so ist, wird wohl auf ewig ein ungelöstes Mysterium bleiben – vielleicht sollte man einfach Aiman Abdallah und sein Team darauf ansetzen….

 

Rätsel

Was soll ich zu den Rätseln sagen… wir haben es hier nicht mit einem klassischen Adventure zu tun, in dem es darum geht, möglichst viele Informationen und Gegenstände zu sammeln. Vielmehr hangeln wir uns von Savepoint zu Savepoint, hie und da dürfen wir einen Gegenstand benützen, was recht einfach gehalten wurde – ein Klick auf das Hand-Icon im Inventar genügt. Umständliche Kombinationen entfallen. Daneben gibt es klassische Adventure-Rätsel wie z.B. Schiebepuzzle, die aber nicht sonderlich herausfordernd gestaltet wurden. Die Schiebepuzzle in „Black Mirror" oder „NiBiRu" haben mir jedenfalls mehr Kopfzerbrechen bereitet. Besonders lustig: Fallen ausweichen. Mit der hakeligen Steuerung wird das zu einem ganz besonderen Erlebnis, das mir den letzten Nerv geraubt hat, zumal diese „Rätselart" über Gebühr strapaziert wird. Prinzipiell habe ich ja kein Problem mit Geschicklichkeitseinlagen, vorausgesetzt, die Steuerung ermöglicht es mir auch, diese Aufgaben zu bewältigen – was hier nicht der Fall ist. Und ich dachte schon, „Lost: Via Domus" sei der Gipfel des Nervigen… so kann man sich irren.

 

Fazit

„Jekyll & Hyde" ist, gelinde gesagt, eine einzige Katastrophe – sozusagen der Super-GAU unter den Möchtegern-Adventurespielen. Eine an sich gute Story wird durch nervige technische Problem völlig überlagert und in den Hintergrund gedrängt; der Spielspaß stellt sich einfach nicht ein, und hätte ich das Spiel einfach so gezockt – also ohne die Verpflichtung, ein Review zu schreiben -, hätte ich es nach dem ersten Kapitel von der Festplatte geputzt. Selten hatte ich bei einem Spiel das Gefühl, Lebenszeit unnötig zu vergeuden wie bei diesem. Dabei hätte die Geschichte durchaus spannende Ansätze und Ideen, aber wenn man sich permanent mit technischen Unzulänglichkeiten herumplagen muss, verliert man irgendwann einfach die Geduld. Was mich auch sehr gestört hat: Nach dem ersten Experiment mit dem „Hyde-Trank" ist Jekyll zwar zunächst etwas irritiert und befindet, dass der Trank nicht in falsche Hände geraten darf – aber kurze Zeit später hat er keinerlei Skrupel mehr, den Trank einzusetzen, sobald es ihm zupass kommt. Was ist das bitte für eine seltsame Moral?

Für Masochisten durchaus empfehlenswert, allen anderen würde ich raten, ihr Geld sinnvoller zu investieren oder zu sparen. Die Spieldauer kann ich nicht abschätzen, da diese durch ziellose Ausprobieren und unendliches Wiederholen von Geschicklichkeitseinlagen künstlich gestreckt wird – hey, vielleicht hatten die technischen Probleme ja doch einen Sinn, nämlich den, die Spieldauer zu verlängern. Denn wirklich schwierig wären die Aufgaben an sich nicht; da gibt es im Adventure-Genre härtere Nüsse, die sich obendrein mehr lohnen. Fazit: „Jekyll & Hyde" versucht viel, schafft aber herzlich wenig und ist ein einziges Ärgernis. Nur für Menschen zu empfehlen, die entweder einen ausgeprägten Hang zum Masochismus haben oder die jedes Pseudo-Adventure in ihrer Sammlung haben wollen, unabhängig von der tatsächlichen Qualität. Ich will nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, denen dieses Spiel Spaß macht – aber ehrlich gesagt bezweifle ich das.

 

Gesamtwertung von 41%

 

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Windows 7/Vista/XP SP 2
  • 1,5 GHz Prozessor (empfohlen: 2,5 GHz Prozessor)
  • 1024 MB Ram (Win7/Vista) bzw. 512 MB Ram (WinXP), empfohlen: 2048 MB Ram
  • Nvidia GeForce oder ATI Radeon mit mind. 128 MB Ram (empfohlen: Nvidia GeForce 8800 oder ATI Radeon HD2900 mit 256 MB Ram)
  • DirectX 9.0c kompatible Grafik- und Soundkarte

Gespielt mit:

  • Windows XP SP 2
  • Pentium 4 mit 3 GHz
  • 2 GB Ram
  • Optiarc DVD RW AM-71707
  • Nvidia GeForce 7300 SE/7200 GS

 

Copyright © Jehane für Adventure-Archiv, 20.11.2010

 

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Der Startscreen. Sieht ja noch recht atmosphärisch aus
Der Startscreen. Sieht ja noch recht atmosphärisch aus

 

 

Wir befinden uns in Jekylls Labor – die Welt ist noch in Ordnung
Wir befinden uns in Jekylls Labor – die Welt ist noch in Ordnung

 

 

Jekyll verwandelt sich in Hyde. Sieht zugegebenermaßen recht cool aus.
Jekyll verwandelt sich in Hyde. Sieht zugegebenermaßen recht cool aus.

 

 

Das Hauptmenü
Das Hauptmenü

 

 

Jekyll wurstelt sich durch einen unterirdischen… ja, was? Tempel?
Jekyll wurstelt sich durch einen unterirdischen… ja, was? Tempel?

 

 

Diesen Abgrund gilt es zu überwinden. Go Hyde!
Diesen Abgrund gilt es zu überwinden. Go Hyde!

 

 

Im Menü-Unterpunkt „Kapitel" können Spielstände geladen werden
Im Menü-Unterpunkt „Kapitel" können Spielstände geladen werden

 

 

Und noch ein Katzensprung für Mr. Hyde
Und noch ein Katzensprung für Mr. Hyde

 

 

Ein Schieberätsel – nicht unbedingt das schwierigste
Ein Schieberätsel – nicht unbedingt das schwierigste

 

 


Das Schieberätsel in Nahaufnahme
Das Schieberätsel in Nahaufnahme

 

 

Eine der unglaublich tollen Zwischensequenzen – spürt ihr meine Begeisterung?
Eine der unglaublich tollen Zwischensequenzen – spürt ihr meine Begeisterung?

 

 

So sieht Jekyll in 2D aus…
So sieht Jekyll in 2D aus…

 

 

…und das kann man noch toppen.
…und das kann man noch toppen.

 

Hurra, wir haben eine Karte… öh…
Hurra, wir haben eine Karte… öh…

 

Jekylls mobiles Labor
Jekylls mobiles Labor

 

Hm. Wie kommen wir zu der Statue? Tipp: Die Hotspots in diesem Bild funktionieren nicht.
Hm. Wie kommen wir zu der Statue? Tipp: Die Hotspots in diesem Bild funktionieren nicht.

 

Soeben ist Jekyll ein paar fiesen Fallen entkommen
Soeben ist Jekyll ein paar fiesen Fallen entkommen

 

Wie originell. Ein Schieberätsel – nun ja, eine Variante davon.
Wie originell. Ein Schieberätsel – nun ja, eine Variante davon.

 

Hyde muss dem Greifarm ausweichen. Have fun!
Hyde muss dem Greifarm ausweichen. Have fun!

 

 

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